Zur Startseite

Krone Krone

(Vreden-) Zwillbrock, St. Franziskus

Einem Orgelbauer aus der Familie Klausing zuzuschreiben, um 1720

Erhaltungszustand: Gehäuse original sowie Teile des Registerbestands; nach zahlreichen Umbauten 1962 mit neugebautem Pedalwerk rekonstruiert (rekonstrierte Register „R“).

Das Instrument ist ein auf den ersten Blick geradezu erstaunlich disponiertes Instrument: Den beiden relativ großzügig ausgebauten Manualwerken steht kein Pedal als drittes Werk gegenüber; die Pedalklaviatur ist lediglich an das Hauptwerk angehängt, das allerdings die klanglichen Funktionen eines Pedals (16’-Fundamentierung, Akzentuierung mit einer kräftigen Zungenstimme, mögliche Linienführung in mittleren und höheren Klangbereichen) mit zu erfüllen in der Lage ist – allerdings ohne möglichen Klangkontrast zum Hauptwerk. Diese unorthodoxe Lösung fügt sich in heutiges Verständnis kaum ein, und so wurde im 20. Jahrhundert ein Pedalwerk hinzugefügt.



Disposition:

Disposition (um 1720; archivalisch erschlossen):
II (+aP)

HW:
Principal 8’
Bordun 16’
Gedackt 8’
Quinte 6’
Oktav 4’
Hollflöte 4’ (R)
Octav 2’
Sesquialtera 2f.
Mixtur 2’ 3f.
Zimbel ½’ 2f. (R)
Trompete 8’

Pos:
Principal 4’
Gedackt 8’
Gedacktflöte 4’
Waldflöte 2’
Quinte 1 1/3
Mixtur 1’ 3f.
Vox humana 8’

Manualkoppel
Pedal an HW angehängt

ursprüngliche Tonumfänge C-c3 (kurze Oktave)

 

© Greifenberger Institut für Musikinstrumentenkunde 2015 | info@greifenberger-institut.de