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Krone Krone

Kirchheimbolanden, Peter und Paul

Johann Michael Stumm 1745

Es handelt sich bei diesem Instrument um die wohl berühmteste Orgel der Stumm-Werkstatt, berühmt geworden nicht zuletzt durch Wolfgang Amadè Mozart, der sie Ende Januar 1778 bei einem Aufenthalt am Hof von Prinzessin Caroline von Nassau-Weilburg spielte. Der Beinamen „Mozart-Orgel“, der dem Instrument 1943 gegeben wurde, hat es seitdem vor Veränderungen und Modernisierungen bewahrt.

In vieler Hinsicht zeigt die Kirchheimbolandener Orgel einige besondere Merkmale des Stils der Familie Stumm: die Verlegung des Positivs in das Hauptgehäuse, die „seitenspielige“ Anlage, bei der der Spielschrank an der Seite des Gehäuses plaziert ist. Weitere Auffälligkeiten sind geteilte Schleifen bei den kraftbetonten Zungenregistern, der Reichtum an Farbregistern in der 8’- und auch in der 4’-Lage und die charakteristischen Anleihen am französischen Orgelstil (das Kornett, die freie Terz), die neben Riepp oder Silbermann eben auch die Familie Stumm über den Rhein vermittelten.

Disposition:

HW:
Hohlpfeife 16’
Prinzipal 8’
Hohlflöte 8’
Viola da gamba 8’
Quintaden 8’
Oktave 4’
Flöte 4’
Salizional 4’
Kornett [4’] 4f. (nur D)
Quinte 2 2/3’
Superoktav 2’
Terz 1 3/5’
Mixtur 4f.
Trompete (B+D) 8’ (geteilte Schleifen)
Glockenspiel

Unterpositiv:
Hohlflöte 8’
Flauto traverso 8’ (nur D)
Prinzipal 4’
Rohrflöte 4’
Oktave 2’
Salizional 2’ (ab c1 4’)
Quinte 11/3’
Mixtur 3f.
Krummhorn 8’
Vox humana 8’
Tremulant

Echo:
Hohlpfeife 8’
Flauto traverso 8’ (nur D)
Rohrflöte 4’
Prinzipal 2’
Salizional 2’ (ab c1 4’)
Quinte 1 1/3’
Krummhorn/Trompete 8’ (geteilte Schleife B/D)
Vox humana 8’
Tremulant

P:
Prinzipal 16’
Subbaß 16’
Oktave 8’
Posaune 16’

Koppeln HW/P, HW/UP

 

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