Zur Startseite

Krone Krone

Stams, Zisterzienserabteikirche, Chororgel

Stams, Zisterzienserabteikirche, Chororgel

Andreas Jäger 1757

Erhaltungszustand: Original erhalten. Nach Kriegsbeschädigung Restaurierung 1951/52 durch Johann Pirchner

Die Chororgel in Stams stellt eine geringfügige Erweiterung des Orgelmodells dar, das Jäger für seine mittelgroßen Orgeln entwickelt hatte. Im Vergleich zu ihrem Schwesterinstrument, der Chororgel von St. Mang in Füssen, ist die Disposition um drei Register erweitert. Der verfügbare Raum ist dabei fast noch konsequenter genutzt als bei jener; die Oberenden der tiefen Pfeifen reichen bis in die Wölbungen des Gehäusedeckels hinein und sind dort teilweise stumpfwinklig gekröpft, um der Krümmung des Deckels zu folgen und gleichzeitig genügend Freiraum zur richtigen Ansprache zu besitzen. Der Rauminhalt des Gehäuses ist so mit dem Pfeifenwerk nahezu vollständig ausgefüllt, jedoch ohne die klangliche Entfaltung und die Möglichkeiten zur Stimmung der Pfeifen zu behindern. Der Prospekt zur Innenseite des Chores hin kann durch Rolläden, die Klaviaturen des Manuals und Pedals durch die verschiebbare Orgelbank völlig abgeschlossen werden, so dass die Orgel etwa während der Karwoche als solche äußerlich nicht mehr in Erscheinung tritt.

 

Musikbeispiel:
Stephan Paluselli (1748-1805) aus "Sogetti diversi", 4 Schlagstücke:4. Allegro con spirito C-Dur
Gespielt von Franz Haselböck

I+aP

Disposition:
Prinzipal 8’
Copl 8’
Gamba 8’
Viola 4’
Flaut 4’
Quint 2 2/3
Superoctav 2’
Cornet 3f.
Mixtur 3f.
Cimbl 3f.
P: (angehängt)
Subbaß 16’

 

© Greifenberger Institut für Musikinstrumentenkunde 2015 | info@greifenberger-institut.de