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Augsburg, St. Andreas

Augsburg, St. Andreas

Georg Friedrich Schmahl 1737

Erhaltungszustand: Großteil der Pfeifen, die Windladen, Windkanäle, Spiel- und Teile der Registertraktur original. Restaurierung 1967/68 durch Rudolf Kubak.

Dieses Instrument ist eines von wenigen erhaltenen der Ulmer Werkstätte der bedeutenden Familie Schmahl. Es handelt sich um ein für die Epoche durchaus typisches Instrument mit einem Manual und geringbesetztem Pedal zur Bassunterstützung. Kennzeichen dieser für kleinere bis mittelgroße Kirchen herausgebildeten Instrumententyps ist die Disposition mit einem Prinzipalplenum und jeweils ein bis zwei Alternativen für die 8’- und 4’-Lage. Die Auswahl dieser Alternativen, hier zwei unterschiedliche Gedackte im 8’, eine Flöte bzw. die „Bifaria“ im 4’ ist sodann kennzeichnend für die einzelnen Orgelbauer.

Die Orgel entstand 1737 für die Heilig-Geist-Spitalkirche in Augsburg. Deren Kirchengemeinde wurde 1815 aufgehoben, die Kirche im Zuge eines Straßenbaus verkleinert und die Orgel dabei notdürftig umgestellt. Nach Verfall und Kriegsschäden 1944 wurde das damals unspielbare Werk in die neuerrichtete Kirche St. Andreas im Herrenbachviertel transferiert und restauriert.

 

Disposition:

I+P
Manual C-c3, Pedal C- c1

Disposition:

Principal: 8’ (Prospekt)
Coppel: 8’
Quintathen: 8’
Octav: 4’
Bifaria: 4’
Flöte: 4’
Quint: 3’
Super-Octav: 2’
Mixtur: 1 1/3’ 5f.
Cymbel: ½’ 3f. (1968)

P:
Subbaß: 16’
Octavbaß: 8’
Posaune: 8’ (1968)

Pedalkoppel

Q. Schallplatte Mitra 16187 (1987)

 

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