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Krone Krone

Doksy, sv. Bartoloměj: Disposition

Doksy, sv. Bartoloměj

Disposition:

I+aP

Copula 8’
Principal 4’
Spitzflet 4’
Nassat 3’
Quint 3’
Octav 2’
Quint 1 1/2
Mixtura 1’ 3f.
Regal 8’

P:
Bauerflet 2’
Sedecima 1’

 

Václav Šlajch 1627

Erhaltungszustand: Gehäuse, Teile der technischen Anlage sowie Pfeifenwerk erhalten.

Die Orgel ist eines der ältesten noch nahezu unveränderten erhaltenen Instrumente in Böhmen und Mähren und weist eine Reihe von Besonderheiten auf, wie das ungewöhnlich mit einer eigenen Klangkrone besetzte (angehängte) Pedal, oder das an italienische Orgelgestaltung jener Epoche erinnernde Register Regal im Prospekt. Ihre Aufstellung in einer Seitenkapelle bewahrte sie wohl vor allzu tiefgreifenden Änderungen über die Zeitläufte, denn dem regelmäßigen Gebrauch in der Liturgie dient die Hauptorgel (heute ein spätromantisches Instrument, op. 2533 der Firma Rieger).

Die klangliche Disposition des Instruments ist noch ganz den Ideen der Renaissance verhaftet; während die 8’-Lage schon aus Platzgründen kaum ausgebaut ist, besitzt das Instrument mehrfache Aliquotregister (zwei Quintstimmen auf 2 2/3’ und eines auf 1 1/3’) zur synthetischen Klangfärbung und zur Aufhellung des Plenums.

Musikbeispiel:
Samuel Marckfelner (1621-1674) : Auswahl von Kompositionen
Gespielt von Jaroslav Tuma

 

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