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Brandenburg, Dom

Joachim Wagner 1721-1723; Gehäuse 1725

Erhaltungszustand: Großteils erhalten.

Es handelt sich um das größte erhaltene Werk von Wagner, der in seltener Weise die Orgelbaustile Nord- und Mitteldeutschlands ebenso wie Süddeutschlands (wohl vermittelt über Schlesien) miteinander zu verschmelzen suchte. Neben einer reichen Besetzung von Solostimmen einschließlich der Streicherregister, des Cornetts und eines abgesonderten Terzregisters fällt dabei vor allem die „gravitätische“ Pedaldisposition auf, die kein hohes Melodieregister der 2’-Lage enthält. Dies unterstützt die Wirkung dieses Instruments als Monumentalorgel zum Spiel an besonderen Festtagen, bei dem auf die alltäglichen Aufgaben der Choralbegleitung wenig Rücksicht genommen werden musste.

 

Musikbeispiel:

J.S. Bach (1685-1750) : Sonata in G, BWV 1027a, 4. Satz, Allegro moderato
Gespielt von Gerhard Weinberger

Disposition

II+P

Disposition:
HW:
Bordun 16’
Prinzipal 8’
Viola da gamba 8’
Rohrflöte 8’
Quintadena 8’
Oktave 4’
Spitzflöte 4’
Quinte 3’
Oktave 2’
Cornett 3f. (D; ab c1)
Scharff 3f.
Cymbel 3f.
Trompete 8’

OW:
Quintadena 16’
Prinzipal 8’
Salicional 8’
Gedackt 8’
Oktave 4’
Rohrflöte 4’
Nasat 3’
Oktave 2’
Terz 13/5’
Sifflöte 1’
Mixtur 4f.
Vox humana 8’
Tremulant

P:
Prinzipal 16’
Violon 16’
Gemshorn 8’
Quinte 6’
Oktave 4’
Mixtur 6f.
Posaune 16’
Trompete 8’


Manualkoppel; 2 Zimbelsterne

 

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