Zur Startseite

Krone Krone

Störmthal bei Leipzig

Zacharias Hildebrandt 1723

Erhaltzungszustand: Die Störmthaler Hildebrandt-Orgel zählt zu den wertvollsten Orgeln Sachsens, Dies verdankt sie nicht nur ihrer Verbindung mit Bach, sondern dass sie weitestgehend im Originalzustand erhalten ist, wie keine andere Hildebrandt-Orgel. Bis aut den Verlust der Posaune 16' und der Prospektpfeiffen ist die gesamte Orgel einschließlich der Balganlage erhalten.

Zwischen 1731 und 1754 hat Zacharias Hildebrandt seine Orgel selbst regelmäßig überprüft. Eine Reparatur und kleinere Umbauten erfolgten 1840 von Urban Kreutzbach, Borna, 1905 von Schmidt und Berger, Borna. Restauriert wurde die Orgel 1934 durch Hermann Eule Bautzen, wo unter anderem auch die im I. Weltkrieg eingeschmolzenen Prospektpfeiffen neu angefertigt wurden. Die Wiedereinweihung erfolgte am 16.12.1934.
Die Orgel zu Störmthal ist die zweite von insgesamt siebzehn Orgeln, die Hildebrandt gebaut hat. Mit ihr gelang Hildebrandt ein Meisterwerk, das von keinem geringeren als Johann Sebastian Bach geprüft und über die Maßen gelobt worden ist. Im Störmthaler Kirchrechnungsbuch von 1723 ist vermerkt, daß die Orgel "am 2. Novembris, 1723, von dem berühmten Fürstlich Anhaltinischen-Cöthenischen Capellmeister und Directore Music: auch Cantorezu Leipzig Herr Johann Sebastian Bach, übernommen, examinieret, probieret, auch vor tüchtig und beständig erkannt, und gerühmet worden" ist. Bach führte damals "bei öffentlichen Gottesdienste und Einweyhung besagter Orgel" seine Kantate "Höchsterwünschtes Freudenfest1 BWV194 auf.

Musikbespiel:

J.S. Bach : Wer nun den lieben Gott läßt walten BWV 691,
Gespielt von Christoph Hammer

Disposition

I+P

M:
Prinzipal 8’
Gedackt 8’
Quintadena 8’
Prästant 4’
Rohrflöte 4’
Nasat 3’
Oktave 2’
Terz 1 3/5
Quinte 1½’
Sifflöte 1’
Kornett 3f.
Mixtur 3f.

P:
Subbaß 16’
Prinzipalbaß 8’ (1840)
Posaune 16’

Windkoppel M/P, Tremulant

 

© Greifenberger Institut für Musikinstrumentenkunde 2015 | info@greifenberger-institut.de