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Krone

Zaragoza, El Patio de la Infanta

Der Patio dela Infanta ist der schönste Renaissance-Innenhof in Aragon. Er gehörte ursprünglich zu einem Palast des 16. Jahrhunderts, der nach mehreren Bränden gegen Ende des 19. Jahrhunderts teilweise eingestürzt war. 1903 wurden die Reste mit dem Innenhof an einen französischen Antiquar verkauft, der das Ganze nach Paris abtransportieren ließ. 1957 erwarb die örtliche Bank Ibercaja den Patio und holte ihn nach Zaragoza zurück. 1980 integrierte man ihn in das neue Gebäude der Bank. Der Name „Infanta“ stammt von Teresa de Villabriga, der Gemahlin des Infanten Luis (Bruder König Carlos III.), die in dem Palast wohnte. Die reich ornamentierten Pfeiler zeigen Allegorien der Liebe und der Monarchie sowie Bilder aus dem Leben des Hercules. Der heute überdachte Innenhof wird teilweise als Museum benützt. Daher steht in einem der Umgänge eine kleine Orgel von Joseph de Sesma von 1692. Ibercaja ließ die Orgel 1992 durch die Werkstatt José Maria Arrizabalaga restaurieren und im Patio aufstellen.
Über Joseph de Sesma wissen wir, dass er am Ende des 17. Jahrhunderts in Zaragoza wirkte. In einer Inschrift an der Orgel nennt er sich als Erbauer: „Joseph de Sesma mefecit en Çaragoça año 1692“. 1686 arbeitete er die Orgel von San Pablo in Zaragoza um und fügte eine Trompeteria hinzu, 1696 baute er die Orgel für die Kirche Santa Cruz in Zaragoza, 1698 erweiterte er das Instrument in der Kirche Santa Maria de Borja, ebenfalls in Zaragoza. Möglicherweise hat Sesma die horzontalen Zungenregister der Orgel im Patio de la Infanta bereits selbst mit konzipiert.

Disposition

I/9

Bass-Seite (C -c1)

Nr.

Diskant-Seite (cis1-a2)

Bajoncillo

1

Clarin

Dulzainas

2

Dulzainas

Cimbala 2 f.

3

Cimbala (2 f.)

Lleno 3 hileras

4

Lleno

Decinovena

5

Decinovena

Quincena

6

Quincena

Octava

7

Octava

Flautado Violón

8

Flautado Violón


9

Corneta Inglesa 4 f.

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