Zur Startseite

Krone Krone

Versailles, Chapelle Royale

Versailles, Chapelle Royale

Clicquot 1711

Restauriert durch die Firma Boisseau & Cattiaux 1995

Die Orgel der Chapelle Royale demonstriert, in welchem Maße die Klangwirkung der französischen Orgel von der Grand Orgue her konzipiert ist; alle anderen Teilwerke einschließlich des Pedals dienen primär melodisch-solistischen Zwecken in Kontrast zum Grand Jeu des Hauptwerks. Das Hauptwerk vereinigt in sich das Plein Jeu (Prinzipalplenum), mit den Trompetenstimmen ergänzt zum Grand Jeu und eine Reihe von Solostimmen für Cornet- und „Dessus“ (nur Diskant)-Registrierungen, das Positif als etwas verkleinertes Abbild des Hauptwerks enthält zudem das zu jener Zeit bereits unentbehrliche Soloregister „Cromorne“. In ähnlicher Weise korrespondieren Recit und Echo zueinander, das Pedale dient lediglich als Hilfsmittel für langsame cantus firmus-Stimmen tieferer und mittlerer Lage.

 

Musikbeispiel:

Francois Couperin (1668-1733) : Trio Les dessus sur la tierce et la basse sur la trompette
Gespielt von Michel Chapuis

Disposition

IV+P/37

Grand Orgue (HW):
Bourdon 16’
Montre 8’
Bourdon 8’
Cornet [8’] 5f.
Dessus de Flute
Prestant 4’
Grosse Tierce 3 1/5
Nazard 2 2/3
Quarte 2’
Tierce 1 3/5
Fourniture 4f.
Cymbale 4’
Trompette 8’
Voix humaine 8’
Clairon 4’

Positif:
Montre 8’
Bourdon 8’
Prestant 4’
Flute 4’
Nazard 2 2/3
Doublette 2’
Tierce 1 3/5
Larigot 1 1/3
Plein Jeu 6f.
Trompette 8’
Cromorne 8’

Recit:
Trompette 8’
Hautbois 8’
Cornet [8’] 5f.

Echo:
Bourdon 8’
Flute 4’
Cornet
Voix humaine [8’]


Pedale (P):
Flute 8’
Flute 4’
Trompette 8’
Clairon 4’

 

© Greifenberger Institut für Musikinstrumentenkunde 2015 | info@greifenberger-institut.de