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Paris, Saint-Gervais

Paris, Saint-Gervais

Louis Bessart und François-Henri Clicquot 1760-69

Erhaltungszustand: Holzpfeifen aus dem 16. und 17. Jahrhundert; der Großteil des übrigen Pfeifenwerks von Bessart und Clicquot mit Ausnahme einiger Aliquoten, die 1811 entfernt worden waren. Geldmangel der Gemeinde verhinderte glücklicherweise tiefergehende Änderungen am Instrument; 1920-24 Restaurierung durch Louis Béasse unter ausdrücklicher Festschreibung, dass keinerlei Änderungen an der Intonation vorgenommen werden durften; 1967-74 erneute Restaurierung durch Jacques Bertrand (Fa. Gonzalez).

Über nahezu zwei Jahrhunderte, von 1653 bis 1826 versahen Mitglieder der Familie Couperin den Organistendienst in Saint-Gervais, so auch, von 1685 bis 1733, François Couperin. Während dieser Zeit wurde das Instrument, das 1601 von Mathieu Langhedul unter Verwendung von Material der Vorgängerorgel errichtete, immer wieder erweitert und dem sich wandelnden Zeitgeschmack angepasst. Nach dem Amtsantritt von Armand-Louis Couperin 1748 wurde schließlich ein Neubau geplant, der 1758 mit einem Neubau des Gehäuses begann und erst über ein Jahrzehnt später mit den letzten Nacharbeiten am Pfeifenwerk seinen Abschluss fand.

Disposition:

Manualumfang C-d3; Pedal C-d1

Grand Orgue:
Montre 16’
Bourdon 16’
Montre 8’
Bourdon 8’
Dessus de flûte 8’
Cornet [8’] 5f.
Prestant 4’
Nasard 2 2/3
Quarte 2’
Doublette 2’
Tierce 1 3/5
Grosse Fourniture 2’ 2f.
Fourniture 1’ 3f.
Cymbale 2/3’ 4f.
Grosse Trompette 8’
Trompette 8’
Voix humaine 8’
Clairon 4’



Positif:
Montre 8’
Bourdon 8’
Montre 4’
Doublette 2’
Tierce 1 3/5
Larigot 1 1/3
Plein Jeu 5f.
Trompette 8’
Cromorne 8’
Clairon 4’


Bombarde:
Bombarde 16’


Récit: (ab g0)
Cornet [8’] 5f.
Hautbois 8’



Écho: (ab g1)
Flûte 8’
Nasard 2 2/3
Trompette 8’


Pédale:
Bourdon 16’
Flûte 8’
Flûte 4’
Bombarde 16’
Trompette 8’
Clairon 4’


Manualkoppel Pos/GO; Tremblant

 

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