Zur Startseite
KroneKrone

Guimiliau (Bretagne), l’Eglise paroissial St.-Miliau

Guimiliau (Bretagne), l’Eglise paroissial St.-Miliau

Thomas Dallam, Sieur de la Tour, 1675-1680

Erhaltungszustand: Originalbestand: ca. 35% des Pfeifenwerks, Gehäuse, Registertraktur, Hauptwerks- und Positivladen. Etwa 2/3 des Pfeifenwerks, Spieltraktur samt Klaviaturen, Windanlage sind rekonstruiert. Restaurierung Gerald Guillemin 1986-89.

Die Orgel von Guimiliau repräsentiert wie wenige andere die Besonderheiten englischer Orgeln, aber auch ihre ideelle Verwandtschaft mit dem französischen Orgelbau der Zeit: sie stammt von einem exilierten Orgelbauer aus der berühmten englischen Familie Dallam und steht gleichsam selbst im Exil unweit der Kanalküste in der Bretagne.

Die dreimanualige Anlage entspricht dabei durchaus den großbesetzten englischen Orgeln der Epoche mit Hauptwerk, Positiv und dem solistischen „Echo“-Manual, das jedoch durchaus einem französischen „Reçit“ weitgehend entspricht. Auch das Hauptwerk und das Pedal entsprechen eher französischen Klangvorstellungen, wobei unter den Zungenstimmen allerdings eine obligatorische Bombarde 16’ fehlt. Auch die hohen Aliquoten und Klangkronenregister sind in dieser Form und Vielfalt in England eher unüblich.

Die meisten Orgeln der Familie Dallam wurden während des Bürgerkriegs in England zerstört. Thomas Dallam kehrte danach nicht zurück, sondern blieb in Nordfrankreich heimisch.

Musikbeispiel:

Henry Purcell : Voluntary in C major, z 714
Gespielt von David Moroney

Disposition

III+P

Klaviaturumfang: HW/Pos C,D-c3; Echo c1-cis3, P C,D-f1

Grand Orgue (HW)
Montre 8’
Bourdon 8’
Cornet 8’ 5f.
Prestant 4’
Flutte 4’
Nasard 2 2/3
Doublette 2’
Quarte 2’
Tierce 1 3/5
Larigot 1 1/3
Flageolet 1’
Fourniture 4f.
Cymbale 3f.
Trompette 8’
Voix humaine 8’
Clairon 4’

Positif (Pos)
Bourdon 8’
Montre 4’
Flutte 4’
Nazard 2 2/3
Doublette 2’
Tierce 1 3/5
Fourniture 3f.
Cromhorne 8’


Echo
Flutte d’echo 8’
Cornet 4’ 4f.
Voix humaine 8’

Pedale (P)
Bourdon 16’
Flutte 8’
Flutte 4’
Trompette 8’
Clairon 4’


Tremblant doux, Tremblant fort, Rossignol


Q: CD Arcana A 10

 

© Greifenberger Institut für Musikinstrumentenkunde 2015 | info@greifenberger-institut.de